Babys Abwehrsystem

Tags: Baby Gesundheit 10 März, 2008

Das Abwehrsystem von Säuglingen ist noch nicht vollständig ausgeprägt. Es muss erst noch „lernen“, mit den Viren und Bakterien fertig zu werden. Deswegen werden Babys und Kleinkinder so oft krank. Doch deswegen auf absolute Keimfreiheit zu achten, ist nicht d richtige Weg.

Das Abwehrsystem des Babys muss üben, damit es „groß und stark“ wird. Das bedeutet, es braucht Keime. Deswegen ist es grundsätzlich keine gute Idee, das Baby aus Angst vor Krankheiten zu isolieren. In Gesellschaft von anderen Kindern, Babys und Erwachsenen ist ein Baby also nicht nur deshalb gut aufgehoben, weil es seine sozialen Kompetenzen stärkt, sondern auch, weil das Abwehrsystem so mit den üblichen Keimen bekannt gemacht wird. Es ist bewiesen, dass Kinder die sehr früh in Krabbelgruppen, Babykurse oder Kinderkrippen gegangen sind, später eine stabilere Gesundheit haben, als die Kinder, die unter nahezu sterilen Bedingungen aufgewachsen sind.

Und eine zweite große Gefahr verbirgt sich hinter Sterilität, die Allergie. Wenn das Immunsystem keine Keime bekommt, mit denen es üben kann, langweilt es sich. Dann sucht es sich eben eine anderen Beschäftigung und greift Pollen, Hausstaub oder Tierhaare an. Das Kind bekommt eine Allergie. Das ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf eigentlich harmlose Stoffe.

Eltern sind also gut beraten, wenn sie ihr Baby frühzeitig mit anderen Kindern und Personen in Kontakt bringen. Die häufigen Krankheiten im Babyalter sind als Training des Immunsystems zu sehen. Werden die Krankheiten oft mit Antibiotika behandelt, entreißt man dem Immunsystem die Arbeit. Das Antibiotikum erledigt die Krankheit. Und das Kind hat ein erhöhtes Risiko, erneut zu erkranken. Warten Sie mit Antibiotika also immer so lang wie möglich. Ansonsten lassen Sie Ihr Kleinkind auch in Pfützen spielen und im Wald herumrennen, und Sie werden in ein paar Jahren ein Schulkind haben, was so gut wie keinen Fehltag hat.

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