Daumenlutscher

Baby Gesundheit 07 April, 2008

Es soll sie schon im Mutterleib geben. Ultraschallaufnahmen beweisen es. Sie lutschen bereits vor der Geburt am Daumen. Die Meinungen über das Daumenlutschen gehen weit auseinander. Fest steht, dass exzessives Daumenlutschen die Kieferentwicklung des Kindes schädigt und zu schiefen Zähnen führt. Doch bis wohin kann man das Daumenluschen verbieten oder sollte man es grundsätzlich verbieten?

Die einfachste Maßnahme ist, den Daumen durch einen Nuckel zu ersetzten. Nuckel sind besser an den Kiefer des Kindes angepasst und lassen sich auch besser „abgewöhnen“, denn Daumen nimmt die Schnullerfee leider nicht mit. Bieten Sie also Ihrem Säugling einen Nuckel an. Will er diesen nicht, so gibt es noch ein paar Tricks. Versüßen Sie ihm den Nuckel mit etwas Milch. Das hilft bei den meisten Kindern. Hilft das nicht, klappt es meist mit unermüdlicher Beharrlichkeit.

Sollte das nicht gelungen sein. Darf das Kind bis zum 2. Geburtstag am Daumen lutschen, aber mit deutlichen Einschränkungen. Die meisten Kinder brauchen den Daumen unbedingt zum Einschlafen. Das kann toleriert werden. Nachdem das Kind fest eingeschlafen ist, kann man den Daumen einfach „entführen“. So kann das Kind sich nicht an das Dauernuckeln gewöhnen. Am Tage sollte man den Daumen, wann immer er in den Mund wandert, wieder herausnehmen. So lernt das Kind, dass Daumenlutschen nicht gestattet ist und wird es sich über kurz oder lang abgewöhnen.

Doch manchmal sind neben Eltern auch Kinder hartnäckig und lutschen weit über das zweite Lebensjahr hinaus am Daumen. Dann hilft nur harte Konsequenz. Fäustlinge und Tinkturen aus der Apotheke, die einfach nicht schmecken, können dann Abhilfe schaffen.

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