Gehfrei - bloß nicht!
Baby Sicherheit 23 Februar, 2008Der Einsatz von sogenannten Lauflerngittern ist sehr umstritten. Während die eine Seite diesen Einsatz für gut erachtet, weisen Kritiker darauf hin, dass die Lauflernhilfen Kleinkinder sogar gefährden können. Man kennt diese Lauflernhilfen auch unter den Namen Gehfrei, Babywalker oder Lauflernschule. In vielen Studien hat man erkannt, dass solche Geräte Unfälle verursachen können, bei denen die Kleinkinder sogar schwere Kopfverletzungen erlitten haben. Es ist auch nicht unbedingt nötig, solch eine Lauflernhilfe anzuschaffen, da jedes Kind, ob mit oder ohne Lauflernhilfe früher oder später auf jeden Fall laufen lernt. Viele Jahre war man der Meinung, dass solche Babywalker die motorische Entwicklung des Kindes fördern würden. Dies ist nach dem heutigen Stand vehement zu verneinen, da es keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt. Man muss sich einmal vorstellen, dass solche Lauflernhilfen eine Geschwindigkeit bis zu 10 km/h erreichen können und kann sich dann sehr gut vorstellen, was passieren kann. Auch wird der natürliche Bewegungsablauf des Babys eingeschränkt und viele Erwachsenen unterschätzen die möglichen Gefahrenquelle, die durch den erweiterten Spielraum der Kleinkinder entstehen kann. Die meisten Verletzungsarten sind Schürfwunden bis hin zu Schädelbrüchen. Auch können die Kinder über Türschwellen stolpern und stürzen oder sogar Treppen herunterfallen. Durch die größere Bewegungsfreiheit, die die Kleinkinder mit diesen Babywalkern haben, kommen sie auch schneller an ihr Ziel und können sich z. B. Verbrühungen am Herd zuziehen oder Vergiftungen erleiden, da man gar nicht schnell genug hinterkommt, um solches zu verhindern. Aufgrund dieser Tatsachen sollte man sich wirklich überlegen, ob man überhaupt eine Lauflernhilfe anschafft oder es lieber bleiben lässt.
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