Mein Baby schielt
Baby Gesundheit 29 Mai, 2008Wenn das kleine, neugeborene Baby zum ersten Mal seine Augen öffnet und damit seine Eltern anschaut, ist es für die selben der größte Moment in ihrem kurzen Leben mit einem Baby. Doch viele Babys schielen in den ersten Lebensmonaten. Das Gehirn ist in diesem Alter noch sehr unreif und kann die Steuerung des rechten und linken Auges noch nicht sicher synchronisieren. Aber woran erkennen Eltern, wann Handlungsbedarf besteht, damit die Sehentwicklung nicht gestört wird?
Meistens ist das Schielen völlig unbedenklich und gibt sich in den ersten Monaten von selbst. In diesen Fällen schielt auch mal das eine, mal das andere Auge. Bedenklich wird es erst, wenn ein Auge dauerhaft oder deutlich häufiger als das andere nach innen rutscht. Denn dann sieht das Baby zwei verschiedene Bilder. Im Gehirn wird diese Störung derart verarbeitet, dass das Bild des schwächeren Auges gelöscht wird. Das führt dazu, dass das schwächere Auge noch schwächer ist. Räumliches Sehen ist dann gar nicht möglich. In einem solchen Fall ist Hilfe erforderlich. Der erste Besuch beim Augenarzt steht an. Meistens bekommen die dauerhaft schielenden Babys eine Brille verschrieben, die die Augen in eine Gleichstellung zwingt. Da ein Auge meistens schwächer ist, wird das stärkere Auge zeitweise abgeklebt, damit das schwächere Auge trainiert wird. Auf diese Art und Weise bildet sich die Fehlstellung von selbst zurück und eine normale Sehentwicklung setzt ein.
Wenn Ihr Baby schielt, brauchen Sie sich erst einmal keine Sorgen machen. Nur wenn sich die Fehlstellung festigt oder dauerhaft auftritt, besteht Handlungsbedarf. Sollten Sie Zweifel haben, fragen Sie Ihren Kinderarzt. Er wird Sie im Zweifel zu einem Augenarzt überweisen. Und nur in sehr, sehr seltenen Fällen ist eine Korrektur der Fehlstellung mittels einer kleinen Augenoperation notwendig.
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