Neugeborenen-Screening - Was ist das?

Baby Gesundheit 29 Mai, 2008

Eine neue Untersuchung für Neugeborene hat in vielen Krankhäusern Einzug gehalten, das Neugeborenen-Screening. Dabei wird mittels eines kleinen Piks in die Fußsohle des Babys wenig Blut abgenommen und auf ein Laborformular aufgetragen. Dieses wird dann in ein zentrales Untersuchungslabor versandt, wo es in einem standardisierten Verfahren untersucht wird. Auf diese Weise können bereits in den ersten Lebenstagen angeborene Stoffwechselerkrankungen entdeckt und dementsprechend zeitig behandelt werden.

Diese Untersuchung wird jedoch in der Bevölkerung und auch unter Spezialisten kontrovers diskutiert. Denn bei aller Sicherheit des Test gibt es eine sehr hohe Rate an falsch positiven Tests und eine Reihe von nicht richtig angewendeten Untersuchungen. In beiden Fällen muss der Test wiederholt werden, was zur Belastungsprobe speziell für die jungen Eltern wird.
Auf der Laborkarte, die für die Untersuchung verwendet wird, befinden sich eine Reihe von Kreisen, die vollständig mit Blut durchtränkt werden müssen. Dann muss das Blut getrocknet werden, wofür es aber auf keinem Fall Hitze ausgesetzt werden darf. Wird bei diesem Verfahren ein Fehler gemacht, ist de Test entweder unbrauchbar oder es kommt zu falschen Diagnosen. Auch der Zeitpunkt der Untersuchung muss beachtet werden. Wird er bei zu früh geborenen Babys zum selben Zeitpunkt wie bei Normalgeborenen durchgeführt, kommt es häufig auch zu falsch positiven Diagnosen. Bei der hohen Anzahl an täglich in Deutschland durchgeführten Test kommt es also auch sehr oft zu Faschaussagen und Wiederholungen.

Lassen Sie sich also nicht verrückt machen, wenn bei Ihrem Säugling der Test wiederholt werden muss. Meistens hat das eine der oben genannten Ursachen. Manche Eltern müssen den Test drei- bis viermal durchführen lassen. Sollte dem Baby bereits zu oft Blut aus der Ferse entnommen worden sein, nimmt der Kinderarzt auch sehr gern Blut aus der Kopfvene. Diesen Anblick sollten Sie sich als Elternteil ersparen und den Behandlungsraum für diesen Moment verlassen. Meistens löst sich ein möglicher Verdacht dann in Luft auf. Sollte bei Ihrem Baby jedoch tatsächlich eine Stoffwechselerkrankung entdeckt werden, hat es dank der frühen Diagnose sehr gute Chancen sich unter der entsprechenden Behandlung ganz normal zu entwickeln.

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