Vorsorge für Babys

Baby Gesundheit 07 April, 2008

Jeder wünscht sich ein gesundes Kind, was sich wie die gleichaltrigen Kinder entwickelt und in jeder Beziehung normal ist. Doch dieser Wunsch bleibt manchen Eltern versagt. Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen und Krankheiten schränken das Leben des Kindes ein. Viele solcher Verzögerungen oder Einschränkungen können jedoch verhindert werden, wenn deren Ursache bereits im Säuglingsalter entdeckt wurde.

Eine Großzahl der Kinder, die zum Beispiel unter Sprachentwicklungsstörungen leiden, haben eine Hörschwäche oder sind gar ganz taub. Erkennt man diese Schwäche am Beginn der Sprachentwicklung und versorgt man das Kind rechtzeitig mit einem Hörgerät, kann das Kind wie die Gleichaltrigen sprechen lernen. Bei Stoffwechselkrankheiten oder Unverträglichkeiten kann eine frühzeitige Diagnose sogar Folgekrankheiten verhindern.

Da eine frühzeitige Erkennung von Störungen so wichtig ist, werden Babys in den sogenannten U-Untersuchungen engmaschig kontrolliert. Die erste Untersuchung, die U1, wird gleich nach der Geburt durchgeführt. Der wichtigste Wert, der hier aufgenommen wird, ist der APGAR-Wert. Er bestimmt den Allgemeinzustand des Säuglings. Meistens noch in der Klinik wird die U2-Untersuchung durchgeführt. Sie dient häufig als Entlassungsuntersuchung. Bei der U3 liegt der Hauptaugenmerk auf der Hüftentwicklung und sichert damit die normale motorische Entwicklung des Kindes. Bei der U4 nimmt der Arzt zum ersten Mal „sozialen Kontakt“ zum Baby auf. Diese Untersuchung wird in der U5 wiederholt. Bei der U4 und U5 werden häufig Gehirnschädigungen entdeckt. Behinderte Kinder können dann gezielt unterstützt werden. Die U6 ist die letzte Untersuchung im Babyalter. Sie stellt eine umfassende Bestandsaufnahme dar und beschreibt den Gesamtzustand des nun einjährigen Kindes.

Wenn nun das erste Jahr im Leben eines neuen Erdenbürgers vorbei ist und alle Untersuchungen positiv verlaufen sind, freuen sich die Eltern stolz über ein gesundes Kleinkind. Werden Auffälligkeiten festgestellt, kann dem Kind zeitig und oft auch rechtzeitig geholfen werden.

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