Was füttere ich als erste Beikost?
Tags: Beikost Babynahrung 07 April, 2008Ob man mit Obst, Getreide oder Gemüse beginnen will, bleibt einem eigentlich selbst überlassen. Hier gibt es zwar in verschiedenen Ländern verschiedene Ansichten, aber es ist nicht erwiesen, dass eine gewisse Reihenfolge bekömmlicher für den Organismus des Babys ist.
In Deutschland wird meistens mit Gemüse begonnen. Als geeignete Gemüsesorten haben sich Blumenkohl- und Brokkoliröschen, Pastinaken, Kartoffeln, Kürbis oder Zucchini herausgestellt. Auch wenn die Karotte oft in vielen Gläschen der Babynahrungsproduzenten verwendet wird, sollte man hier jedoch vorsichtig sein. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass sie viele Allergene enthält und auch gekocht für Babys Organismus recht schwer verdaulich ist. Da sie jedoch billig ist und einfach angebaut werden kann, ist sie in vielen Gläschen enthalten.
Möchte man mit Obst beginnen, bieten sich geriebener Apfel oder Birne an. Jedoch sollten diese nicht direkt nach dem Zubereiten gefüttert werden, sondern erst noch etwas stehengelassen werden, bis sie eine leicht bräunliche Farbe annehmen. Dies mag zwar weniger appetitlich aussehen, ist für das Baby aber leichter zu verdauen. Ebenfalls leichter zu verdauen ist das Obst, wenn man es kurz andünstet. Auch Bananen sind gut geeignet, jedoch sollte man darauf achten, dass diese aus kontrolliert-biologischem Anbau stammen.
Für den Anfang als Getreidesorte gut geeignet ist Reis, da dieser allergenarm und glutenfrei ist und außerdem sehr mild schmeckt. Auch Hirse ist gut geeignet, da sie sehr viel Eisen enthält, jedoch hat sie einen stärkeren Eigengeschmack und wird so nicht von allen Babys gleich gut angenommen. Weiteres Getreide sollte man dem Baby im ersten Jahr nur als Getreideflocken anbieten, da diese leicht bekömmlich sind. Besonders gut eignen sich hierbei Flocken, die sich in Flüssigkeit oder Brei auflösen.
Um bei Unverträglichkeiten die Ursache gleich zu erkennen und um den kleinen Organismus schonend an das feste Essen zu gewöhnen, gilt generell der Grundsatz, dass nur ein neues Lebensmittel pro Woche eingeführt werden darf.
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