Wie kann man die Milchproduktion anregen?

Babynahrung 31 März, 2008

Viele Mütter befürchten, das ihr Baby zu wenig Milch bekommt und stillen deswegen lieber ab, als ihr Kind „unterzuernähren“. Bevor es jedoch soweit kommen muss, gibt es einige Tipps, die man ausprobieren kann, um die Milchproduktion anzuregen. Wenn man jedoch weiterhin mit dem Gedanken spielt, abzustillen, so sollte man das mit der Hebamme oder dem Kinderarzt besprechen, denn diese Entscheidung ist nur schwer bis gar nicht rückgängig zu machen.

Babys trinken nach Bedarf, und die Brust ist an sich so schlau und stellt sich auf diesen Bedarf ein, um immer genau die Milchmenge zu produzieren, die das Baby braucht. Hat die Mutter dennoch das Gefühl, es ist zu wenig Milch vorhanden, so kann sie durch vermehrtes Anlegen die Milchproduktion weiter ankurbeln. Hat das Baby nicht so viel Hunger, kann die Produktion auch mit Hilfe einer Milchpumpe angeregt werden, aber Vorsicht! Zum einen erschrecken sich viele Mütter, wenn sie das erste Mal abpumpen, da sehr wenig Milch aus der Brust kommt. Nun glauben sie fälschlicherweise, dass das Baby auch nur so wenig trinkt. Jedoch ist es erwiesen, dass die Babys mehr Milch aus der Brust bekommen als jede Milchpumpe. Außerdem bringt vermehrtes Pumpen die Milchproduktion aus dem Gleichgewicht, da ein Bedarf simuliert wird, den das Baby gar nicht hat.

Im Handel gibt es spezielle Tees für stillende Mütter, hierbei sollten auch Bockshornsamen enthalten sein, da diese die Milchbildung anregen. Überhaupt ist die erhöhte Zufuhr von Getränken jetzt noch wichtiger für den Körper. Es eignen sich hierbei Wasser, Kräuter- oder Früchtetees und zwischendurch auch einmal Malzbier. Trinkt die Mutter Fencheltee, so gehen die magenberuhigenden Inhaltsstoffe auch in die Muttermilch über, so dass das Baby zusätzlich davon profitiert.

Ein Kommentar zum Thema “Wie kann man die Milchproduktion anregen?”

  1. Peters Birgit sagt:

    NB,05.01.2010

    Ich bin mittlerweile schon fast 50 Jahre, habe selber zwei Kinder.
    Meine Erfahrungen um die Milchproduktion anzuregen gebe ich gern weiter, wenn es der einen oder anderen jungen Mutter hilft.
    So ruhig wie möglich an das Stillen herangehen.
    Vor allen Dingen selber viel Tee trinken, den es ja in den verschiedensten Sorten im Reformhaus oder in den Drogerien gibt. Ich habe viel Fencheltee getrunken, bei meiner zweiten Tochter, die Erfahrung, dass die Kinder dabei ausgeglichen sind und eine gute Verdauung haben kann ich nur bestätigen.
    Unsere Tochter war ein Brustkind, die die Brust auch annahm. Ich hatte somit keine Probleme innerhalb der Stillzeit, was das Gedeihen anging. Die Umstellung von Brustnahrung auf Flaschennahrung ist sicher ein Übergang, den einige Kinder verarbeiten müssen.
    Jede Nahrung wird nicht gleich vertragen, dies ist eine Erfahrung bei der Umstellung der Nahrung.
    Die Hinweise der Kinderkrankenschwester konnte beim zweiten Kind gut nachvollzogen werden.

    Zu Zeiten als meine ältere Tochter geboren wurde (1980) gab es wenige Ratschläge im Krankenhaus und aus der Literatur waren nur theoretische Hinweise zu ersehen.
    Da bewahrheitet sich das Sprichwort von Theorie und Praxis.
    Die Ratschläge der Grossmütter bzw. weiblichen Verwandten waren sehr breit gefächert.
    Es gab sicher auch die Hinweise, dass Malzbier die Milchproduktion anregt, aber da im Malzbier ja auch Alkohol enthalten ist haben wir zwar einen kurzzeitigen Test gemacht, diesen aber im Interesse des Kindes und meiner Person (Mutter) nicht weiter durchgeführt.
    Da unsere erste Tochter kein “Brustkind” war haben wir die Ernährung nach ca. 1/4 Jahr auf Fertignahrung umstellen müssen. Die unsere Tochter gern getrunken hat und gut gedieh.
    Das Wiegen des Kindes war zu diesem Zeitpunkt ein “muss”.
    Nach jeder Mahlzeit ( Brustmahlzeit), haben wir das Kind gewogen.
    Bei unserer zweiten Tochter haben wir zwar auch noch die Waage genutzt, jedoch nicht mehr so häufig.
    Durch die Erfahrungen beim ersten Kind und dem genauen beobachten, des Trinkverhaltens konnte man schon einschätzen ob das Kind satt war oder noch hungrig.
    Die vorgegeben Stillzeiten/ Abstände habe ich bei beiden Kindern (in den ersten Monaten) eingehalten, so dass sie sich auch an einen Rhytmuss gewöhnen konnten.
    Irgendwann hat man gemerkt, dass der Abstand zwischen den Mahlzeiten sich verändert hat. Gleichzeitig habe ich aber auch immer nochmals in die Vorgaben der Kinderärzte und der Literatur angepasst/abgeglichen, so dass ich immer ein gutes Gefühl für mich hatte und auch den Kindern gegenüber.
    Heute gibt es sicher noch mehr Möglichkeiten, die einerseits verwirren können, gerade als “Mutter eines ersten Kindes”. Der beste Ratschlag ist sicher Ruhe bewahren und dann auch fachlichen Rat einholen. Ob nun Kinderarzt/ Hebamme oder Rat eines naturkundigen Beraters.
    Viele kleinere Wehwehchen gehen auch ganz schnell vorbei.
    Manchmal, liegt ein Pups quer oder das Kind brauch einpaar Streicheleinheiten…
    Mit viel Liebe und Aufmerksamkeit sollte jede junge Mutter dieser Aufgabe gewachsen sein.
    Auch die Väter sollte man nicht vergessen, denn diese sind ein Teil dieser neuen Gemeinschaft, die ihren Teil dazu beitragen können. Der Abwasch, die Wäsche, dass Frühstück … kann in dieser Zeit zur Ruhe und Ausgeglichenheit beitragen.
    Viel Glück allen die sich mit dieser liebevollen Aufgabe beschäftigen.

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